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Deutsche Biathlondamen verpassen zweiten Sieg im zweiten Staffelrennen der Saison in Hochfilzen (AUT)
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13.12.2009

Deutsche Biathlondamen verpassen zweiten Sieg im zweiten Staffelrennen der Saison in Hochfilzen (AUT)

Autor: Jörg Schröder
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Hochfilzen, 13.12.2009 – Bei der zweiten Biahtlon-Staffel der Damen in diesem Weltcupwinter verpassten die Deutschen ihre zweiten Sieg. Dieser ging an das russische Quartett, die Frankreich und Schweden auf die Plätze verwiesen. Kati Wilhelm führte das deutsche Quartett auf vier, die Österreicherinnen stellten zum zweiten Mal eine Staffel und mussten dabei viel Lehrgeld bezahlen.

Deutsche Damen am Schießstand mit Problemen
Wie schon vor Wochenfrist in Östersund schickte der deutsche Bundestrainer Wolfgang Müßiggang seine „Ü30-Staffel“ in der Besetzung Martina Beck, Simone Hauswald, Andrea Henkel und Kati Wilhelm ins Rennen. Mit den teils guten Leistungen der letzten Tage im Rücken wurde selbstverständlich der zweite Sieg im zweiten Rennen angestrebt. Beck fühlte sich im Laufen heute etwas müde und konnte so der starken russischen Startläuferin Svetlana Sleptsova nicht ganz folgen, mit guten Schießleistungen übergab sie jedoch auf Tuchfühlung als 4. mit nur 10 Sekunden Rückstand. Nach diesem Rennen verabschiedet sie sich in eine selbstgewählte Pause, in der kommenden Woche verzichtet sie auf einen Weltcupstart und legt stattdessen eine Trainingsphase ein. Simone Hauswald bestätigte ihre momentan ausgezeichnete Laufform, hatte jedoch beim Schießen wie ihre Kolleginnen Mühe, insgesamt leistete sich Deutschland heute stolze 12 Fehlschüsse. Im Stehendanschlag brauchte Hauswald ihre drei zusätzlichen Patronen und hatte beim letzten Schuss noch Glück, das die Scheibe trotz eines Randtreffers weiß wurde. Andrea Henkel hatte anschließend ebenfalls Probleme beim Schießen, doch mit einer famosen Leistung in der Loipe stellte sie den Kontakt bis zum Wechsel fast wieder her. Fünf Nationen hatten nach dem letzten Wechsel noch Siegchancen. Neben den dort erwarteten Nationen Deutschland, Russland, Frankreich und Schweden mischten heute die Sloweninnen hervorragend mit, erst Tadeja Brankovic-Likozar vergab mit zwei Strafrunden mehr als Rang 7.
Die Russin Olga Zeitseva kam als Erste zum letzten Schießen und erledigte ihre Aufgabe hervorragend. Mit einer schnellen Schießeinlage wahrte Wilhelm die deutsche Siegchance. Doch in der Loipe kam sie wie schon an den Vortagen nicht gut zurecht. Der russische Sieg war bald ungefährdet, doch auch gegen die Weltcupführende Helena Jonsson für Schweden und Sandrine Bailly (Frankreich) konnte Wilhelm letztlich nichts ausrichten. Als schnellere Sprinterin erwies sich Bailly, die 4,6 Sekunden hinter den Siegerinnen ihre Staffel auf Rang zwei führte. Deutschland musste sich heute mit knapp 20 Sekunden Rückstand mit Rang 4 begnügen. Damit gab es für die sonst so erfolgsverwöhnten deutschen Damen in Hochfilzen keinen Podestplatz. Hinter den vier besten Mannschaften klaffte bereits ein großes Loch, Norwegen benötigte auf Rang fünf ohne Strafrunde 75 Sekunden länger als Russland.

Österreicherinnen zu nervös vor heimischem Publikum
Vor heimischem Publikum schickten die Österreicher zum zweiten Mal auch eine eigene Staffel bei den Damen ins Rennen. Die Chancen auf eine gute Platzierungen hatte das unerfahrene Team von Anfang an nicht. Jedoch wäre mehr als der 23. Platz unter 24 Nationen möglich gewesen, wenn die junge Mannschaft ihre Nerven im Griff gehabt hätte. Nur die erfahrenste Athletin mit mehreren Weltcupeinsätzen im Rücken, Iris Waldhuber auf Position drei, zeigte eine gute Leistung am Schießstand, läuferisch haben alle vier Defizite im Vergleich zur Weltspitze. Kerstin Muschet mit der schweren Startläuferposition musste gleich beim ersten Schießen in die Strafrunde, beim Stehendanschlag kamen unglücklicherweise zwei weiter hinzu. Auch Ramona Schrempf und Ramona Düringer mussten zwei extra Runden einlegen, mit fast 15 Minuten Rückstand auf die Sieger zahlte die junge Mannschafte heute Lehrgeld.


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