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Biathlon: Tcherezov gewinnt vor neuem Gesamtführenden Svendsen in Kontiolahti (FIN) - Peiffer wird Vierter
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13.03.2010

Biathlon: Tcherezov gewinnt vor neuem Gesamtführenden Svendsen in Kontiolahti (FIN) - Peiffer wird Vierter

Autor: Johann Reinhardt
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Kontiolahti, 13.03.2010 - Ivan Tcherezov gewann das Sprintrennen der Herren über eine Distanz von zehn Kilometern in Kontiolahti (Finnland). Die vielen mitgereisten russischen Fans trugen ihren Schützling zum Sieg nach einer starken Schlussrunde, wo er keinen geringeren als den neuen Weltcupführenden Emil Hegle Svendsen in die Schranken wies. Svendsen nahm Evgeny Ustyugov das gelbe Trikot ab, doch der Kampf darum wird bis zum Saisonende weiter gehen. Dritter am heutigen Tag wurde der laufstarke Martin Fourcade. Aus dem DSV-Team konnte einzig Arnd Peiffer auf Rang vier überzeugen. Nur einen Platz dahinter beendete ÖSV-Starter Christoph Sumann den Wettbewerb.

Spannender Kampf Svendsen gegen Tcherezov – Russe mit bestem Finish

Ivan Tcherezov und Emil Hegle Svendsen hießen die Protagonisten des Wettkampfes. Beide lieferten sich auf der Schlussrunde ein Fernduell um den Tagessieg. Der Norweger startete sechs Minute hinter seinem Kontrahenten und blieb nach dem liegenden Schießen, welches er ebenfalls fehlerfrei absolvierte, auch 9.4 Sekunden vor ihm. Im stehenden Anschla wiederholten beide diese Leistung und Svendsen war noch 5.4 Sekunden vor seinem Rivalen. Anschließend erwies sich Tcherezov allerdings stärker am letzten anstrengenden Anstieg, der vergleichbar mit „der Wand“ in Ruhpolding ist. Bereits dort lag er 3.8 Sekunden vorne, im Ziel sollten Tcherezov und Svendsen dann sogar 6.8 Sekunden trennen. „Ich habe nach den Olympischen Spielen sehr hart trainiert und meine Form ist zur Zeit sehr gut. Ich habe mein Bestes gegeben um gut abzuschneiden.“, so der glückliche Sieger im Ziel.

Fourcade wird Dritter – Peiffer und Sumann folgen


Martin Fourcade gelang trotz zwei zu absolvierenden Strafrunden der Sprung auf Platz drei. Grund dafür war seine sehr starke Laufleistung. In den morgigen Verfolgungswettbewerb geht er mit 36.1 Sekunden Rückstand. Nach der Staffel bei den Olympischen Spielen in Vancouver (Kanada) wurde Fourcade krank. Anschließend schlief er viele in Toulouse, das in seinem Heimatland liegt. Hinter ihm lagen fünf Männer innerhalb von zehn Sekunden. Diese waren Arnd Peiffer, Christoph Sumann, Alexis Boef, Vincent Jay sowie der Italiener Christian De Lorenzi. Peiffer musste wie Sumann einmal in die Strafrunde und lag auch nach dem letzten Schießen noch hinter ihm. Auf der Schlussrunde schaffte es der junge Deutsche allerdings noch dem Österreicher wichtige Sekunden abzunehmen. Boef und Jay komplettierten ein hervorragendes Mannschaftsergebnis der Franzosen. De Lorenzi durfte sich hingegen über sein bestes Saisonergebnis freuen. Zwei Athleten von Swiss-Ski schafften ebenfalls den Sprung in die Weltcuppunkte. Thomas Frei landete auf den 20. Platz, Benjamin Weger wurde 29.

Deutsche Starter enttäuschen auf ganzer Linie bis auf Schempp

Die weiteren deutschen Starter blieben deutlich unterhalb ihres Leistungsvermögen. Einzig Simon Schempp lieferte nach einer Strafrunde und Rang 15 am Ende noch eine gute Leistung ab und hat im Jagdrennen noch Chancen, unter die Top ten zu kommen. Aus der Kritik hinaus nehmen muss man auch Erik Lesser. Er war bei seinem erst zweiten Weltcupstart als 44. der drittbeste Athlet im Team von Frank Ullrich. Die restlichen Arrivierten gingen gänzlich unter. Alexander Wolf wurde 52. nach zwei Fehlschüssen und Andreas Birnbacher 59. Michael Greis und Christoph Stephan werden morgen gar nicht erst starten, da sie auf den Positionen 78 und 79 die Qualifikation verpassten.

Kampf um gelbes Trikot immer spannender

Der Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung spitzt sich zu. Bei zwei ausstehenden Weltcuporten führt der Norweger Emil Hegle Svendsen. Er hat nun 614 Punkte auf seinem Konto und somit genau zehn mehr als Christoph Sumann. Evgeny Ustyugov, der noch heute im gelben Trikot an den Start ging, wurde nur 27. und fiel somit bis auf Platz drei zurück. Simon Eder ist Fünfter vor Dominik Landertinger, Arnd Peiffer ist als bester Deutscher Neunter. Svendsen liegt auch im Kampf um die kleine Kristallkugel im Sprintweltcup an der Spitze.


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