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Die Schweizer Erfolgsbilanz 14 Medaillen und 24 Diplome
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26.02.2006

Die Schweizer Erfolgsbilanz 14 Medaillen und 24 Diplome

Autor: Swiss Olympic


Die XX. Olympischen Winterspiele in Turin waren aus Schweizer Sicht ein voller Erfolg und haben alle Erwartungen übertroffen: Die Athletinnen und Athleten haben 14 Medaillen und 24 Diplome errungen. Das Resultat ist eine Bestätigung der Strategie hinter den Selektionskriterien von Swiss Olympic.

Swiss Olympic hatte im Vorfeld ein vorsichtg realistisches Potenzial von acht Medaillen quer durch alle Disziplinen für die XX. Olympischen Winterspielen vom 10. bis 26. Februar 2006 in Turin errechnet.

Die Schlussbilanz hat sämtliche Erwartungen übertroffen. Medaillenmässig gehen die Spiele mit 14 Edelmetallen als zweitbeste seit Sapporo (1972) in die Schweizer Winterolympia-Geschichte ein, die Schweizer Athletinnen und Athleten waren nur in Calgary (1988) mit 15 Medaillen noch besser. Diplome wurden noch nie so viele erreicht wie an den diesjährigen Spielen: in Salt Lake City (2002) waren es noch 16, in Torino wurden mit 24 Diplomen alle Rekorde gebrochen.

Das heisst, dass 71.5 Prozent oder 93 der 130 teilnehmenden Athletinnen und Athleten einen Rang unter den ersten acht Platzierungen erreicht haben. Chef de Mission Werner Augsburger: «Mein Kompliment an alle Athletinnen, Athleten und Trainer! Das Resultat zeigt, dass sie im Ernstfall ihre Leistung abrufen können.»

Das Resultat ist aber auch eine Bestätigung der Strategie hinter den Selektionskriterien von Swiss Olympic und zeigt, dass die viel kritisierten, verschärften Richtlinien nicht zu streng sind. Dennoch warnt Werner Augsburger: «Wir dürfen uns von den Medaillen nicht blenden lassen. Wir sind zwar auf dem richtigen Weg, aber es gibt noch viel zu tun, vor allem im Nachwuchsbereich.» Zwei Punkte sind für Augsburger in den nächsten vier Jahren entscheidend: Die Beschaffung zusätzlicher Geldquellen für den Spitzensport sowie die Sicherstellung der Kontinuität der operativen Führung des Leistungssports in den Verbänden.

Eine genaue Analyse wird der Swiss Olympic Report (SOR) nach der Befragung der Athletinnen und Athleten ergeben, der in den kommenden Wochen erstellt und bis im Sommer publiziert werden wird.

Wie die Sommersportarten werden nach den Olympischen Spielen nun auch die Wintersportarten neu eingestuft. Die Einstufungen für die finanzielle Unterstützung der Sportarten durch Swiss Olympic gelten für die nächsten vier Jahre und werden im Frühsommer bekannt gegeben. Sie werden per sofort finanzwirksam.

Komplexe Organisation bewährt
«Wir hatten im Vorfeld grossen Respekt vor der dezentralen Organisation der Winterspiele in und um Turin», gibt der Chef de Mission zu. Die komplexe Ausgangslage hatte die Schweizer Delegation extrem gefordert und zusätzliche Kosten für die Sicherung der Abläufe in den drei Austragungsorten Torino, Sestriere und Bardonecchia verursacht. Dank grossem Einsatz der gesamten Delegation vor Spielbeginn konnte der Betrieb vor Ort reibungslos sichergestellt werden.

Keine medizinischen Zwischenfälle
Aus medizinischer Sicht gehören die Winterspiele 2006 zu den ruhigsten seit Albertville (1992). Abgesehen von kleineren Zwischenfällen, bereitete eine Magen-Darm-Grippe, vor allem im Ausdauerbereich, die grössten Sorgen. Gemäss Chief Medical Officer Dr. Beat Villiger hat sich auch das Konzept der drei unabhängigen Stützpunkten mit selbstständigen Labors bewährt, da die Wartezeiten in den Polykliniken teilweise sehr lang waren. Auch aus dem Pilotprojekt eines sportpsychologischen Dienstes im medizinischen Bereich zieht Villiger eine erste positive Bilanz: «Die ganzheitliche Betreuung der Athletinnen und Athleten während der Spiele konnte verbessert werden. Das wurde sehr geschätzt.» Über weitere Einsätze eines Sportpsychologen wird nach eingehender Analyse entschieden werden.

Bob-Mechaniker hospitalisiert
Urs Moser, Mechaniker des Bobteams, stürzte am Samstag unmittelbar nach dem Wettkampf bei der Bobbahn in Cesana Pariol auf den Hinterkopf. Dabei zog er sich eine Hirnerschütterung zu. Moser wird nach den Abklärungen in der Poliklinik des Olympischen Dorfes in Sestriere zur Überwachung ins Spital in Pinerolo verlegt.


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