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Tochimoto gewinnt Runde 2 in Hakuba - sonst fast eine Kopie des Springens von gestern
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09.09.2007

Tochimoto gewinnt Runde 2 in Hakuba - sonst fast eine Kopie des Springens von gestern

Autor: Stefan Holle


Wenn nicht die Herren Tochimoto und Küttel am Ende die Plätze auf dem Podest getauscht hätten, dann hätte man das Ergebnis von gestern 1:1 kopieren können.

Das beim heutigen zweiten Springen sogar nur noch 30 Athleten an den Start gegangen waren, lag an der fehlenden nationalen Gruppe der Japaner, die bereits gestern ihr Startrecht ausgenutzt hatte. Folgerichtig durften heute alle Protagonisten, unabhängig von ihrer Leistung, auch in Durchgang 2 auf den Balken klettern. Doch ein permanenter Rückenwind in Durchgang 1 machte vor allem den schwächeren Athleten das Leben schwer. So erhielt ein unterbesetzter Wettkampf also auch noch einen zähen Anstrich. Erst der Pole Piotr Zyla, der Japaner Ito und der Tscheche Martin Cikl brachten mit Sprüngen auf jeweils 117, 5 m und 119, 5 m den Wettkampf in Schwung. Auch am heutigen Tage stellte sich schnell heraus, dass die Japaner auf ihrer Heimschanze das Geschehen wieder mit bestimmen würden. Dies bestätigte auch Noriaki Kasai, der im Vergleich zu gestern schon im 1. Durchgang mit einem Satz auf 120, 5 m zu überzeugen wusste. Keine Frage, dass der gestrige Zweitplatzierte Shohhei Tochimoto da nicht hinten dran bleiben würde. Im Gegenteil, der erst 17-jährige Youngster sprang auf 124 m, und sicherte sich damit die Führung nach dem 1. Durchgang. Da konnte selbst der Schweizer Andreas Küttel nicht nachlegen. Mit 121, 5 m musste er doch einige Meter auf den Japaner einbüssen. Der Berchtesgadener Michael Neumayer hatte noch so seine Probleme mit dem Rückenwind, und fand sich mit durchschnittlichen 113 m nur auf Rang 10 wieder.

Es stellte sich jedoch auch für Michael Neumayer heraus, dass der zweite Durchgang letztendlich alles wieder in alte Bahnen bringen würde. Der erste wirklich überzeugende Sprung gelang dem Polen Sliz, der mit 120,5 m am Ende sogar einen für sich hervorragenden fünften Platz belegen konnte, und damit die Auszeichnung „Man of the Day“ erhielt. Er schob sich damit noch von Rang 12 nach vorne, und übernahm damit den Platz seines Landsmannes Piotr Zyla, der selbst mit nur schwachen 108, 5 m noch auf Rang 11 durchgereicht wurde. Danach begann dann der Reigen der wenigen Etablierten. Michael Neumayer unterstrich erneut seine gute Frühform und sprang auf starke 124, 5 m. Jedoch war schnell klar, dass die schwachen 113 m aus Durchgang 1 am Ende wieder einen Podestplatz verhindern würden. Schon Noriaki Kasai konnte mit 121, 5 m an ihm vorbei ziehen, da sein Vorwert aus dem ersten Durchgang deutlich besser war. Der 35-jährige Veteran konnte sich damit schon mal den dritten Platz notieren, denn es war erneut klar, dass der Schweizer Andreas Küttel und eben der neue Hoffnungsträger der Japaner, Shohhei Tochimoto den Sieg unter sich ausmachen würden. Mit 126, 5 m legte der Eidgenosse Küttel auch gleich einen ordentlichen Satz vor. Doch Tochimoto behielt die Nerven und legte mit 127 m noch einen halben Meter drauf, und bescherte den Japanern somit mal wieder einen Sieg vor eigenem Publikum. Da bleibt nur zu hoffen, dass der Finne Kari Yliantila als Trainer der Japaner wenigstens diesmal einen erfolgshungrigen Nachwuchsspringer in den Winter durchbringen kann.

Platz 1 also für den Japaner Tochimoto, vor Andreas Küttel und seinem Landsmann Kasai. Rang 4 ging erneut an Michael Neumayer, der Pole Sliz dürfte mit Rang 5 sehr zufrieden sein, ebenso der Japaner Takeuchi mit Platz 6. Der Sachse Erik Simon konnte sich im Vergleich zu gestern deutlich steigern, und belegte am Ende Rang 20. Zwei Plätze dahinter fand sich Michael Möllinger wieder. Weiter geht es mit dem fast schon herbstlichen Sommergrandprix dann am 3.10 auf der Hans Renner Schanze in Oberhof, bevor dann das große Finale am 6.10 in der Vogtlandarena im sächsischen Klingenthal steigen wird. Dann garantiert aber wieder mit der Weltspitze.


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Shohhei Tochimoto



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