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Schweizer Skisprung-Team: An die Erfolge des Vorjahres anknüpfen
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18.11.2007

Schweizer Skisprung-Team: An die Erfolge des Vorjahres anknüpfen



Die vergangene Saison war für die Schweizer Springer nur so von Superlativen geprägt: Weltmeister- und Vize-Weltmeistertitel für Simon Ammann, Sieg beim Neujahrsspringen durch Andreas Küttel, 3. Schlussrang in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee sowie 3. Schlussrang in der Weltcup-Gesamtwertung durch Simon Ammann und als Krönung noch der 3. Schlussrang in der Nationenwertung. So gut wie in der letzten Saison stand der Schweizer Skisprung noch nie da! Mit dem neuen Trainergespann Werner Schuster und Gerhard Hofer will Gary Furrer, Chef Skisprung, an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen.

Unverändertes Weltcup-Team
Auf Stufe Weltcup behielten Simon Ammann und Andreas Küttel (beide Nationalmannschaft) sowie Guido Landert und Michael Möllinger (beide A-Kader) ihren Status. Das Quartett wurde während der Trainingsphase im Sommer durch Antoine Guignard und Rémi Français (beide B-Kader) ergänzt. Aufgrund seiner Leistungen beim Sommer Grand Prix (29. Rang in Oberhof) hat Guignard die erforderlichen Kriterien für eine definitive Kaderselektion erfüllt.

Im Nachwuchsbereich wurde ein neues, sechsköpfiges Nachwuchskader der Jahrgänge 1991-1992 formiert. Marco Grigoli (C-Kader) verfügt dabei als einziger über einen Kaderstatus, bei Vital Anken, Pascal Egloff, Adrian Schuler, Guillaume Berney und Gregor Deschwanden handelt es sich um Kandidaten für eine Selektion.

Mit Bigna Windmüller (B-Kader) und Salome Fuchs (C-Kader) wurden erstmals auch zwei Damen für ein Skisprung-Kader selektioniert. Bereits seit zwei Jahren trainieren die beiden zusammen mit Sabrina Windmüller und Malika Schüpbach (beide Kandidatinnen) unter der Obhut der Regionalen Stützpunkte von Swiss-Ski.

Werner Schuster ersetzte Berni Schödler
Das Weltcup-Team der Schweizer Skispringer wird seit diesem Frühling durch Werner Schuster trainiert. Der Vorarlberger stand die letzten acht Jahre beim Österreichischen Skiverband unter Vertrag, wo er verschiedene Trainingsgruppen betreute. Zudem war er auch Trainer im renommierten Skigymnasium Stams. Als Co-Trainer und Materialverantwortlicher steht ihm mit Gerhard Hofer ein Landsmann zur Seite.

Berni Schödler, der das Weltcup-Team während sieben Jahren betreute, übernahm im Nationalen Leistungszentrum Einsiedeln ein neues Nachwuchskader. „Wir wollen die besten 15- bis 17-jährigen aus den Regionen in einer Trainingsgruppe zusammenfassen und nach und nach an den Weltcup heranführen. Dass sich Berni Schödler dieser neuen Herausforderung stellt, ist eine Riesenchance.“, erklärte Garry Furrer.

Vorbereitung in bewährtem Rahmen

Wie schon im Vorjahr absolvierten die Skispringer einen Grossteil der Vorbereitung auf den Einsiedlerschanzen. Ergänzend kamen verschiedene Trainings im Ausland hinzu, insbesondere auf den Schanzen des diesjährigen Sommer Grand Prix. Zudem trainierte das Team auch einige Male in Stams, dem früheren Arbeitsort von Werner Schuster.
Ebenfalls ein fester Bestandteil der Vorbereitungen waren wiederum Windkanaltests in Emmen sowie der so genannte „All Jumpers Kurs“ in Einsiedeln, an dem alle Swiss-Ski-Kadermitglieder Skisprung und die Regionalen Stützpunkte teilnahmen und während einer Woche gemeinsam trainierten.

Neben dem ‚normalen’ Trainingsalltag hatten die Springer auch Gelegenheit zu einem Fallschirmsprung aus 3’000 Metern. Bis zum Weltcupauftakt wird voraussichtlich noch in Einsiedeln auf Matte und in Pragelato (ITA) auf Schnee trainiert um dann für den ersten Weltcup nach Kuusamo zu fliegen.

Regelmässige Top Ten Plätze beim Sommer Grand Prix
Beim diesjährigen Sommer Grand-Prix hinterliessen Andreas Küttel und Simon Ammann mit den Rängen 4 und 8 in der Gesamtwertung einen ausgezeichneten Eindruck. Nebst konstanten Klassierungen in den Top Ten, vermochte Küttel das erste Springen in Hakuba (JAP) für sich zu entscheiden. „Die Resultate zeigen uns, dass wir bereits auf einem hohen Niveau springen und auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Gary Furrer.

Der Sommer Grand Prix war für das neue Trainergespann zugleich eine erste Bewährungsprobe, die es mit Bravour bestand. Positiv ist auch zu vermerken, dass mit Michael Möllinger, Guido Landert und Antoine Guignard drei weitere Schweizer in die Punkteränge kamen. An den Schweizer Meisterschaften in Kandersteg holte sich Andreas Küttel seinen insgesamt vierten Titel, vor Ammann und Möllinger.

Leicht erhöhte Zielsetzungen
Wie bereits in den Vorjahren erwartet Gary Furrer, Chef Skisprung, im Weltcup primär Top Ten-Klassierungen und drei Gesamtklassierungen unter den besten 50 der Weltrangliste. „Nach einer Saison wie der letzten erhofft man sich natürlich schon etwas mehr, aber erzwingen kann man Podestplätze nicht“, erklärte er.

An den Skiflug-Weltmeisterschaften in Oberstdorf (D), dem Saison-Höhepunkt, strebt er ebenfalls Ränge unter den besten 10 an, wobei eine Medaille durchaus im Bereich des möglichen sein sollte: „Andreas Küttel und Simon Ammann haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sie auch im Skifliegen ganz weit nach vorne springen können.“ (swiss-ski.ch)

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