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Kuitunen baut Vorsprung im Weltcup aus – Svartedal gewinnt Sprint der Herren
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27.02.2008

Kuitunen baut Vorsprung im Weltcup aus – Svartedal gewinnt Sprint der Herren

Info: Langlauf Weltcup in Stockholm
Autor: David Petri


Virpi Kuitunen hat ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausgebaut. Bei ihrem Sieg im Klassiksprint von Stockholm bezwang die Finnin die Slowenin Petra Majdic und die Japanerin Madoka Natsumi. Bei den Herren holt sich Jens Arne Svartedal mit famosen letzten Metern den Sieg vor Boerre Naess und Emil Joensson.

Die Gesamtweltcupführende Virpi Kuitunen dominierte das Geschehen auf dem „weißen Band“ in der Innenstadt von Stockholm, von Beginn an. In der Qualifikation war die Finnin bereits die schnellste, einzig Petra Majdic konnte dort annähernd an sie heranreichen. Dort zeigte auch Evi Sachenbacher-Stehle, dass sie das sprinten nicht ganz verlernt hat. Als dritte schürte sie die Hoffnungen auf einen Podestplatz, genau wie die Österreicherin Katherina Smutna, die Platz vier belegte. Ins Viertelfinale zogen noch vier weitere Deutsche Damen, sowie mit Seraina Mischol eine Schweizerin ein. Diese musste im ersten Viertelfinale gleich gegen Virpi Kuitunen ran. Diese ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass sie auf dem dreckigen Schnee von Stockholm den Sieg holen wollte. Mit lockerem Auslaufen gewann sie das Viertelfinale vor Tyldum und Mischol. Die Schweizerin qualifizierte sich noch über die Zeitregel für das Semifinale. Während mit Steffi Böhler, Nicole Fessel und Manuela Henkel drei Deutsche Damen die Segel streichen mussten, schafften Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad den Sprung unter die besten 12., ebenso wie die Österreicherin Katherina Smutna. Im ersten Halbfinale war wieder Kuitunen die dominante Läuferin. Mit ihr konnte etwas überraschend die Japanerin Madoka Natsumi ins Finale einziehen. Währenddessen zeigte sich im zweiten Halbfinale Evi Sachenbacher-Stehle bärenstark. Die Deutsche zog zusammen mit Petra Majdic ins A-Finale ein und hatte berechtigte Hoffnungen auf das Podest. Letztlich verließen die Bayerin jedoch die Kräfte und es reichte nur zum 6. Rang. Kuitunen und Majdic lieferten sich ein packendes Duell auf der ansteigenden Zielgeraden, dahinter erreichte Natsumi das Ziel als Dritte, vor Saarinen und Jacobsen. Katherina Smutna konnte das B-Finale für sich entscheiden und wurde schlussendlich 7., Seraina Mischol belegte Platz 9., für Claudia Nystad reichte es zum 10. Platz.

Bei den Herren galt Boerre Naess nach der Qualifikation als Favorit auf den Sieg in Stockholm. Der Norweger siegte dort souverän vor den Schweden Lind und Joensson. Dagegen lief es aus deutschsprachiger Sicht nicht zufriedenstellend. Einzig die beiden Schweizer Eigenmann und Leccardi, sowie der Deutsche Shootingstar im Sprint, Josef Wenzl qualifizierten sich für das Viertelfinale. Dort war allerdings für alle drei Endstation und es kristallisierte sich erneut heraus, dass die Norweger die führende Nation bei den Klassiksprints sind. Mit sieben Läufern stellten sie über die Hälfte der Athleten des Semifinals. Doch im ersten Halbfinale gab es die große Überraschung. Der frischgebackene Vizejuniorenweltmeister, Cyril Miranda, trotze der norwegischen Übermacht und gewann, gegen fünf Norges. Im zweiten Halbfinale holte sich Emil Joensson den Sieg vor Jens Arne Svartedal. Der Schwede mit seinen kurzen Intervallen am Anstieg galt somit auch als Favorit für das Finale. In diesem zeigten die Norweger aber einmal mehr, wie taktisch clever sind in solchen Rennen agieren. Zunächst wurde das Tempo verschleppt, bis sich Miranda an die Spitze begab. Der Franzose verpulverte früh seine Kräfte und hatte auf der Zielgeraden nichts mehr zuzusetzen. Joensson zog einen starken Sprint an, mit dieser erneut unglaublich hohen Frequenz. Zunächst konnte nur Boerre Naess gegenhalten, doch auf der langen Zielgeraden hatte am Ende Jens Arne Svartedal den längsten Atem und holte sich den Sieg vor seinem Landsmann Naess und Joensson.

Am Wochenende geht es für die Langläufer in Lahti mit den Salpausellkä Skispielen weiter.


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